Fußpflege zu Hause: sieben Regeln, die wirklich helfen
Gesunde Füße brauchen keine Wunder, sondern ein paar Gewohnheiten. Das sind die, die wir unseren Patienten mitgeben.
- 1
Kurz und lauwarm waschen
Fußbäder nicht länger als drei bis fünf Minuten und nicht heißer als 37 Grad. Längeres Baden weicht die Haut auf und trocknet sie danach aus.
- 2
Gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen
Feuchtigkeit zwischen den Zehen ist die häufigste Ursache für Fußpilz. Ein weiches Handtuch, sanft tupfen statt rubbeln.
- 3
Täglich eincremen, aber nicht zwischen den Zehen
Eine Creme mit Harnstoff (Urea) hält die Haut geschmeidig und beugt Rissen an den Fersen vor. Die Zehenzwischenräume bleiben trocken.
- 4
Nägel gerade kürzen, Ecken stehen lassen
Am besten mit einer Feile, nicht zu kurz. Der Nagel schließt vorn mit der Zehenkuppe ab. Abgerundete Ecken sind der häufigste Grund für eingewachsene Nägel.
- 5
Hornhaut sanft, nie mit Hobel oder Klinge
Ein Bimsstein nach dem Duschen reicht. Hornhauthobel, Raspeln und Hühneraugenpflaster verletzen die Haut. Dicke Hornhaut gehört in die Praxis.
- 6
Schuhe, die passen, und Strümpfe, die atmen
Schuhe am Nachmittag kaufen, wenn die Füße etwas angeschwollen sind. Vorn ein Daumen breit Platz. Strümpfe aus Baumwolle oder Wolle, täglich frisch.
- 7
Regelmäßig hinschauen
Einmal pro Woche die Füße in Ruhe ansehen: Sohlen, Fersen, Zehenzwischenräume, Nägel. Veränderungen, die nach zwei Wochen nicht weg sind, lassen Sie bitte anschauen.
Für wen diese Regeln nicht reichen
Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen, Rheuma oder Nervenschäden in den Beinen ist die Haut besonders empfindlich und die Heilung verzögert. Dann sollten Hornhaut und Nägel nicht selbst, sondern podologisch behandelt werden. In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Mehr zum diabetischen Fuß und zur Abrechnung.
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