Der diabetische Fuß: worauf Sie achten sollten
Menschen mit Diabetes spüren Verletzungen am Fuß oft nicht mehr und heilen schlechter. Deshalb gehört die Fußkontrolle zum Alltag, und die podologische Behandlung zur Vorsorge.
Auf einen Blick
- Diabetes kann Nerven und Gefäße in den Füßen schädigen. Schmerz als Warnsignal fällt weg.
- Kleine Verletzungen können sich unbemerkt zu Wunden entwickeln.
- Mit ärztlicher Verordnung zahlt die Krankenkasse die podologische Behandlung.
Warum die Füße bei Diabetes besonders gefährdet sind
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt mit der Zeit die feinen Nerven (Polyneuropathie) und die Blutgefäße in den Beinen. Die Folge: Druckstellen, Blasen oder kleine Schnitte tun nicht mehr weh und werden übersehen. Gleichzeitig heilen Wunden wegen der schlechteren Durchblutung langsamer und entzünden sich leichter. Aus einer Kleinigkeit kann so ein diabetisches Fußgeschwür werden.
Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen
- Taubheit, Kribbeln oder Brennen in den Füßen, besonders nachts
- Trockene, rissige Haut, vor allem an den Fersen
- Druckstellen, Blasen, Rötungen oder Schwellungen, die Sie nicht erklären können
- Verdickte, verfärbte oder eingewachsene Nägel
- Wunden, die länger als zwei Wochen nicht heilen
Bei einer Wunde, einer sich ausbreitenden Rötung oder Fieber gehen Sie bitte sofort zu Ihrem Arzt. Das ist kein Fall für die Podologie, sondern für die ärztliche Behandlung.
Was Sie selbst jeden Tag tun können
- Füße täglich ansehen, auch zwischen den Zehen und an den Sohlen. Ein Handspiegel hilft.
- Mit lauwarmem Wasser waschen, nicht länger als drei Minuten, danach gründlich abtrocknen.
- Täglich eincremen, aber nicht zwischen den Zehen.
- Nägel gerade feilen statt schneiden. Keine spitzen Scheren, keine Hornhauthobel, keine Hühneraugenpflaster.
- Schuhe vor dem Anziehen mit der Hand auf Steinchen oder Falten prüfen. Nie barfuß laufen, auch nicht zu Hause.
- Strümpfe ohne drückende Nähte, täglich wechseln.
Wie die Podologie vorbeugt
In der podologischen Behandlung entfernen wir Hornhaut und Schwielen schonend, kürzen und entlasten die Nägel fachgerecht und erkennen Druckstellen, bevor sie zum Problem werden. Dabei schauen wir uns die Füße jedes Mal gründlich an und geben Rückmeldung an Ihren Arzt, wenn uns etwas auffällt. Je nach Risiko empfiehlt sich ein Termin alle vier bis acht Wochen.
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten
Bei Diabetes mit Nerven- oder Gefäßschäden (diabetisches Fußsyndrom) kann Ihr Hausarzt oder Diabetologe eine Heilmittelverordnung für podologische Behandlung ausstellen. Die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten, Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung. Unsere Praxis ist von allen Krankenkassen zugelassen. Mehr zur Abrechnung.
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